Rund ums Baby

Das große Namens 1×1

Sobald man selbst und die Familie weiß, ob man einen Jungen oder ein Mädchen bekommt, fragen einen alle sofort “Und, habt ihr schon einen Namen?” Vielleicht nicht gemerkt, aber ab jetzt befindet man sich in einer dramatischen Zwickmühle. Sagt man seien Favoriten vorher, dann kommt zu 100% von Jemanden “Oh bitte nicht, das arme Kind.” Und wenn man mit dem Namen wartet dann schreien auch alle “Das wird schon sowas Ausgefallenes sein, dass sie ihn nicht eher verraten wollen” und dann heißt es zum Schluss auch wieder was tun wir nur dem Kind an.

Fun Fact, Manuel und ich haben uns damals die schrecklichsten Namen ausgesucht, die wir finden konnte und immer wenn wir gefragt wurden, wie der Kleine nun heißen soll, haben wir ihnen diesen Horrornamen genannt und keiner hat mehr gefragt. Natürlich haben wir schließlich reinen Tisch gemacht, aber selbst wenn, wäre es nicht unsere Sache?

Und da scheiden sich die Geister. Denn zum Einen ist es unser Kind, ja. Aber sind wir nicht in der Verantwortung, diesem Kind einen Namen zu geben den es sein ganzes Leben lang ohne rot zu werden nennen kann? Wo man weiterhin Chancen im Vorstellungsgespräch hat oder nicht permanent von den anderen Jugendlichen aufgezogen wird? Denn man kann sich nicht von einem Namen scheiden lassen wie von einer Partnerschaft, die man mal ganz süß fand. Der Name bleibt… und ab und zu macht das schon etwas Sorge, ob man nun den Richtigen gewählt hat.

Ich für mich kann behaupten, ich liebe den Namen für den wir uns entschieden haben. In meinen Augen passt er wie die Faust aufs Auge zu uns und dem kleinen Kerlchen, dass ihn jetzt sein ganzes Leben mit sich tragen wird. Denn als ich ihn zum ersten Mal laut ausgesprochen habe, da wusste ich  – das isser! Er war einfach stimmig für das Bild, dass ich von unserem Sohn im Kopf hatte. Und ich kann euch sagen, als Erzieherin ist es wirklich schwer einen Namen zu finden, bei dem du dann nur dein Kind im Kopf hast und nicht den einen nervigen Raudi oder das Ökokind der nervigen Eltern von vor zwei Jahren.

Jetzt wenn jemand ankommt und sich beschwert, dass ihm der Name nicht gefällt oder der Spitzname, den wir für unseren Sohn haben, dann geht mir das (ich werde jetzt fluchen also bitte weghören/ darüber lesen) am Arsch vorbei. Sowieso habe ich gelernt, dass man in der Schwangerschaft eine gesunde LMAA – Einstellung für viele Dinge braucht. Denn letztendlich müsst ihr und vor allem euer Kind damit leben. Und wenn man dabei ein gutes Gefühl hat, dann kann schon fast nichts mehr schief gehen.

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