Rund ums Baby

Welcome to the Thrift Shop

Mit dem neuen Monat März steigt nicht nur die Freunde auf den Frühling. Auch die Kinderkleidermärkte sprießen aus dem Boden wie die lang ersehnten Blümchen. Jedes Wochenende könnte man unzählige von ihnen besuchen, teilweise sogar mehrere an einem Tag. Somit ist die Auswahl also groß – aber ist sie das wirklich?

Ich selbst bin ja gerne auf Portalen wie “Mamikreisel” oder dergleichen unterwegs, da ich die Idee der Nachhaltigkeit dahinter unterstütze und schon so manchen “Schnapper” gelandet habe. Neue nur gewaschene oder nur einmal getragene Teile für Lau, schöne Kinderzimmerdekoration oder hochwertige Accesoires für ein paar Euro.

So dachte ich also, dass der Unterschied zwischen einem Onlineshop und der “Realität” ja nicht so unterschiedlich sein kann, im Gegenteil: auf einem Kleidermarkt kann man die Teile anfassen und weiß letztendlich genau, was man da gerade kauft. Also packte ich meinen Geldbeutel, Mutterpass und viel Enthusiasmus ein und fuhr zu einem der nächst gelegenen Märkte.

Als Schwangere darf man bei solchen Veranstaltungen meist schon eine Stunde vor offiziellen Beginn in die, ich nenne es mal “Warenabteilung” und ist fein mit stöbern fertig, wenn der große Ansturm kommt. Ich wurde mit meiner Murmel natürlich gleich durch gewunken und machte mich auf um die Stände zu erkunden. Da ich bei Kleidung in 56 schon sehr gut ausgestattet war, lag mein Augenmerk auf die nächsten Größen 62 und 68. Die Tische waren prall gefüllt, mit etwas suchen und sich bis nach ganz unten durch wühlen, fand ich sehr schöne super erhaltene Teile. Aber, und da mache ich mir und niemanden etwas vor, du musst viel suchen. Und viel Wühlen. Das Wichtigste ist allerdings, du musst schnell sein. Wenn du den Zara Strampler nicht sofort in deine Tasche packst, ist er weg. Denn die Frau neben mir hatte auch bereits zu dem selben Stück gegriffen und dann nur missmutig einen Rückzieher gemacht, als sie bemerkte, dass ich es ohne zu zweifeln einpackte. Habe ich danach manche Sachen wieder aussortiert? Natürlich, gute Preise hin oder her – nur weil es günstig war musste ich nun doch nicht alles mitnehmen. Aber für den Moment willst du es, ob man es dann später kauft oder nicht spielt da keine Rolle. Nur wenn man es eine Sekunde zurück legt, ist es weg.

Ich hatte noch Glück. An einem anderen Verkaufsstand wurde sich heftig um eine Jeansjacke gestritten. Als wäre es das letzte noch existierende Exemplar. Und spätestens wenn der offizielle Einlass öffnet, dann pack deine Sachen und geh. Ich war heilfroh, dass ich zu diesem Zeitpunkt bereits an der Kasse stand und bereit war zu gehen. Durch das apokalyptische Chaos aus Kinderwägen, schreienden Nachwuchs hysterischer Mütter und überforderter Väter hätte ich auf keinen Fall mehr durch gewollt.

Hier also mein Fazit:

Es lohnt sich, einen Kleidermarkt zu besuchen, wenn man zum einen die Nerven dazu hat und zum Anderen eine Schwangere kennt, die einen reinschleust. Natürlich ist es von Vorteil, die Sachen in natura zu begutachten und sich von der Qualität live ein Bild zu machen. Nur wenn ich abends auf dem Sofa sitze, in meinem Handy die “Mamikreisel” App öffne und entspannt dabei ein Tässchen Tee trinke, ist mir persönlich das alle Mal lieber als das Gedränge und der Tumult.

Werde ich wieder hingehen? Vermutlich ja, aber erst wenn eine meiner Freundinnen schwanger wird.

 

Hier noch die Ausbeute:

Zara Strampler/68 – 4€
H&M Shorts/68 – 2€
H&M Body mit Kragen/62 – 1,50€
H&M 2er Pack Bodys/68 – 2€ für beide zusammen
Topomini Strampler/62 – 2,50€
s,Oliver Hose/62 – 3€

 

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